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Vater Igors Rede an die Freistätter

INTERNATIONALE BEZIEHUNGEN

1995

МБОО ЭкоДом

"Aller Betrübten Freude" gastierte in Freistatt

Die Freistätter Moorkirche erlebte Ende September mit dem Auftritt des Chores der russisch-orthodoxen Gemeinde "Aller Betrübten Freude" aus Minsk eine Sternstunde kirchlicher Chormusik: die 17 jungen, an der weißrussischen Akademie ausgebildeten Sängerinnen und Sänger unter Leitung von Olga Jewgenjewna Janum entfalteten mit ihrer Auswahl von geistlichen Liedern aus der russisch-orthodoxen Liturgie des 17. bis 20. Jahrhunderts ein weit gefacheltes Spektrum sakraler Musik von hoher Qualität.

Die Vokalisten sind mit ihrem Metier eng vertraut. Sie beherrschen es mit nie ermudender Genauigkeit, Brillanz und Spannung, die facettenreiche sakrale russische Musik zu einem großartigen Horerlebnis zu machen. Es ist eine Musik, die ihre Eigenart durch den vom westeuropäischen Takt weitgehend unabhängigen Rhythmus und die spezifischen Kirchentonarten erhält. Doch auch das "Ruhet wohl" aus der Johannespassion von Johann Sebastian Bach wirkte in seiner klaren akzentuierten, temporeichen Interpretation fast überirdisch leicht, ebenso Anton Bruckners "Locus Iste". Das Publikum in der sehr gut besuchten Freistätter Kirche spendete den Musikerinnen und Musikern, die auf Einladung der Familie von Bodelschwingh dieses Gastspiel in Freistatt gaben, begeisterten Beifall und entließ sie nach der zweiten Zugabe mit stehenden Ovationen.

Anfang Oktober traten die Sängerinnen und Sänger dann sowohl in Bethel
als auch in Eckardtsheim auf.
 

Ausflug mit den alten Dämpferzug in Gebirge.

Mit Vater Igor sind Olga Janum, die Leiterin des Choren.

In Minsk entsteht ein "kleines Bethel"


Die Partnerschaft zwischen dem Verein Heimstatt Tschernobyl und Übersiedlern aus den verstrahlten Gebieten, die mittlerweile in Belorußland eine neue Heimat finden könnten, hat mit dem Auftritt des Minsker Chores der russisch-orthodoxen Kirche in Freistatt eine neue Bereicherung erfahren. Während einer Konzeitpause gab der Gemeindepfarrer Igor Korostelov einen Einblick in das Leben der jungen orthodoxen Christengemeinde.

Angefangen habe die Gemeindegründung 1986 mit der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl: Seitdem seien' zahlreiche Tschernobyl-Betroffene in das Minsker Neubaugebiet übergesiedelt. Zum Gedenken an die Opfer der Katastrophe bauten die Gemeindemitglieder der jungen Basisgemeinde eine neue Kirche. In Minsk entstehe aber nicht nur eine neue Kirche, sondern auch ein diakonisches Zentrum nach dem Vorbild Bethels: mit Werkstätten, einer Armenküche, einer Ambulanz und einem Altenheim. Engagiert verrichteten dort zahlreiche Helferinnen und Helfer ihre Arbeit, doch es fehlten ihnen die Räume.

Der Gottesdienst werde in einem alten Militärzelt abgehalten; die diakonischen Aufgaben konnten nicht zentral wahrgenommen werden. Daher habe die Gemeinde vor einigen Wochen mit dem Bau eines Diakonischen Zentrums begonnen, an dem sich viele Gemeindemitglieder durch Eigenleistungen und Spenden beteiligten.

Zwei Phänomene freuten Gemeindepfarrer Igor Korostelov ganz besonders: die Gründung einer Schwesternschaft im Jahr 1986 und die Entstehung des Kirchenchores 1992. Zu den "Schwestern" gehorten etwa 65 Frauen und Mädchen, die sich ehrenamtlich um die Armen und Bedürftigen in ihrer Gemeinde kümmerten. Ein Chor habe sich während des eisigen Winters 1992 aus 18 professionellen Sängerinnen und Sängern im Militärzelt der Gemeinde zusammengefunden, weil die Arbeit der Basisgemeinde eine so große Anziehungskraft auf die jungen Menschen ausgeübt hatte. Mit Freistatt verbindet Korostelov vor allem die Freundschaft mit der Familie von Bodelschwingh, die den Kontakt während eines Besuches in Minsk 1990 aufgebaut hat. Durch das von Dietrich von Bodelschwingh ins Leben gerufene Lehmbauprojekt ist aus dieser Begegnung eine dauerhafte Freundschaft erwachsen. "Wir fühlen uns, als wenn wir nach Hause gekommen waren", sagte Igor Korostelov. Er empfinde zu Freistatt eine geistige Verwandtschaft, die ihre Wurzeln in der Ökumene habe.

Die Freistätter und zahlreiche Konzertbesucher aus dem Kreis Diepholz zeigten herzliche Sympathien fur das Anliegen der Gäste und spendeten insgesamt über 1500 Mark für den Bau des Diakonischen Zentrums. Freistatt hofft, daß diesem Besuch des Minsker Chores noch weitere folgen werden.

Anne Heemann-Singe

Chor der Gemeinde hat 3 CDs geistlicher und Volksmusik ausgegeben.
Hier können Sie einige Tracks herunterladen , anhören und Bestellen

 
 
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